Szintigraphie (Nuklearmedizin)
Mit der Szintigraphie können Funktionsuntersuchungen an verschiedenen Organen durch den Einsatz schwach radioaktiv markierter Substanzen durchgeführt werden.
Zur Untersuchung werden spezielle Radionuklide verabreicht, die je nach ihrer Beschaffenheit und chemischen Zusammensetzung an verschiedenen Stoffwechselvorgängen im Körper teilnehmen oder sich im Stoffwechsel des zu untersuchenden Organs oder Gewebes anreichern. Diese kurzlebigen Substanzen (meist Technetium 99m mit einer Halbwertszeit von 6 Stunden) senden durch Zerfall Gamma-Strahlung aus, die von einer sogenannten Gammakamera gemessen und mittels Computer zu einem Bild verarbeitet wird. Je nach Fragestellung der zu untersuchenden Region muss die Kamera eine bestimmte Zeit (ca.5-30 Minuten) über dem entsprechenden Organ positioniert werden. Um überlagerungsfreie Bilder zu erzielen, kann die Gammakamera auch um den Körper rotieren und aus den gewonnenen Messdaten Schnittbilder errechnet werden (SPECT).
Die Strahlenbelastung der eingebrachten Substanzen ist äußerst gering (ca.17 mSv Myocardszintigraphie und ca. 4mSv Skelettszintigrahie) und entspricht in etwa einer Röntgenaufnahme der Lunge. Die Substanz ist gut verträglich, Nebenwirkungen sind nicht zu erwarten. Nach der Untersuchung sollte man möglichst viel trinken, da die Substanzen über die Niere wieder ausgeschieden werden.
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